Der Chef hatte es ihm 3 x erklärt. Der Mitarbeiter machte es trotzdem nicht...
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Aktualisiert: vor 2 Tagen
Und obwohl der Chef schon lange Geduld gezeigt hatte, zeigte sich das Thema in Form von Konflikten auch mit anderen immer wieder.
ES sitzt im Führungsalltag immer dabei, unsichtbar und lästig.
ES kostet viel Energie und belastete Beziehungen.
Und dann saß er mir gegenüber und wir schauten gemeinsam hin.
Eine Frage, die ich ihm stellte, veränderte alles.
„Was löst dieser Mensch in IHNEN aus?“
Mein Klient wurde ganz ruhig.
Das Thema bewegte in ihn sichtlich und er erinnerte sich an etwas, konnte es aber nicht direkt greifen.
Es war eher ein starkes Gefühl, welches ihm einen Kloß im Hals verschaffte.
Er musste schlucken und erzählte mir, dass er diese Situationen schon häufiger bei sich bemerkt hatte.
Auch mit anderen Mitarbeitern oder sogar mit Kunden.
Es war ein Muster, das er irgendwann entwickelt hatte, um in bestimmten Situationen zu „überleben“.
Um mit dem klarzukommen, was damals von ihm verlangt wurde.
Bis heute hatte es ihn begleitet, doch erst jetzt erkannte er, wie sehr es ihn begrenzte.
Wenn Sie bestimmte Konflikte immer wieder erleben,dann ist es meistens etwas, was in IHNEN SELBST noch nicht gelöst ist.
Die erste Reaktion ist meist dieselbe: Der andere ist schwierig. Der andere ist unkooperativ. Der andere versteht nicht, worum es geht.
Das mag im Einzelfall stimmen. Aber wenn dieselbe Dynamik immer wieder auftaucht, mit demselben Menschen, oder sogar mit verschiedenen Menschen in ähnlichen Situationen, dann lohnt es sich, tiefer zu schauen.
Denn in Wahrheit suchen und finden sich hier zwei unbewusste Muster.
Der Mitarbeiter reagiert auf etwas im Verhalten der Führungskraft. Die Führungskraft reagiert auf etwas im Mitarbeiter. Ein Kreislauf entsteht, unsichtbar, aber spürbar. Und er dreht sich weiter, solange niemand aus ihm herausschaut.
Was uns in Führungsgesprächen triggert und warum.
Der Begriff „Trigger“ ist heute in aller Munde. Doch was genau passiert, wenn uns jemand triggert?
Ein Trigger ist keine Reaktion auf die Gegenwart. Es ist eine Reaktion auf etwas, das uns in der Vergangenheit begegnet ist, oft lange vor dem heutigen Führungsalltag. Ein strenger Lehrer, dem wir ausgewichen sind. Eltern, die uns nicht wirklich gesehen haben und bei denen wir uns bemerkbar machen mussten. Eine Erfahrung von Kontrollverlust, die damals bedrohlich war.
Diese Erfahrungen haben Muster hinterlassen. Denk- und Handlungslogiken, die wir damals entwickelt haben, um mit dem klarzukommen, was von uns verlangt wurde. Um zu überleben, im übertragenen Sinne.
Das Problem: Diese Muster wirken weiter. Auch heute. Auch im Meetingraum. Auch in der Führungsetage.
Und sie werden in dem Moment aktiv, in dem uns jemand begegnet, der, bewusst oder unbewusst, an etwas erinnert, das wir längst hinter uns gelassen zu haben glauben.
Der Kreislauf, den keiner von beiden sieht.
Was in meinem Coaching sichtbar wurde, war Folgendes:
Mein Klient reagierte auf den Mitarbeiter mit einer Anspannung, die er selbst kaum wahrnahm. Eine leichte Ungeduld. Eine Verschlossenheit, die er als sachliche Klarheit interpretierte. Der Mitarbeiter spürte diese Anspannung und zog sich zurück. Genau das, womit er den Klienten noch mehr triggerte.
Keiner von beiden war böswillig. Keiner von beiden wollte diese Dynamik. Und dennoch: Sie hatten sich gesucht und gefunden.
Das ist das Wesen unbewusster Muster in Führungsbeziehungen.
Sie spielen sich unterhalb der Bewusstseinsgrenze ab. Sie sind nicht sichtbar, aber sie sind wirksam. Jeden Tag.
Warum Führungskräfte diesen Kreislauf nicht alleine durchbrechen können.
Die naheliegende Antwort wäre: Mehr Bewusstsein. Mehr Reflexion. Ein anderes Kommunikationsmodell.
Das greift zu kurz.
Denn das eigentliche Muster ist nicht kognitiv zugänglich. Es sitzt tiefer in der emotionalen Erinnerung, in der körperlichen Reaktion, in dem, was wir über uns selbst gelernt haben, lange bevor wir jemals eine Führungsrolle innehatten.
Wer diesen Kreislauf wirklich durchbrechen will, muss sein eigenes Muster kennen. Nicht als intellektuelles Konzept, sondern als gelebte Erkenntnis. Er muss verstehen, was in ihm ausgelöst wird und warum. Und er muss lernen, in dem Moment, in dem der Trigger aktiv wird, anders zu reagieren als bisher.
Das ist Arbeit. Echte, tiefgehende Arbeit.
Aber sie lohnt sich.
Was sich verändert, wenn das Muster sichtbar wird? Mein Klient hatte am Ende unserer Sitzung einen Aha-Moment. Nicht weil ich ihm eine Technik gegeben hätte. Sondern weil er zum ersten Mal sah, was wirklich passierte, in ihm selbst.
Er wünschte sich, dass wir gemeinsam schauen, durch welches Verhalten und welche unbewussten Signale er die Reaktion des Mitarbeiters mit provoziert hatte.
Das ist der entscheidende Schritt.
Nicht der andere ist das Problem. Nicht die Situation. Sondern das, was zwischen uns und dem anderen unsichtbar passiert und was in uns selbst seinen Ursprung hat.
Wenn Führungskräfte diesen Schritt gehen, verändert sich nicht nur eine schwierige Beziehung. Es verändert sich die Art, wie sie führen. Wie sie Druck erleben. Wie sie Entscheidungen treffen. Wie sie mit sich selbst umgehen.
Statt die Ursachen im Umfeld zu suchen oder zu denken, dass es noch bestimmte Methoden braucht, ist es viel effektiver, mal den Blick nach Innen zu richten.
Das Ergebnis: mehr Leichtigkeit und Klarheit in der Führung.
Kennen Sie Situationen, in denen es mit jemandem immer wieder schwierig ist, obwohl Sie sich Mühe geben? Ich begleite Führungskräfte und Unternehmer dabei, genau diese Muster sichtbar zu machen und nachhaltig zu verändern. Sprechen Sie mich gerne an.
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