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Der Rosenthal-Effekt und was er über Ihre Führungshaltung verrät.

  • 4. Mai
  • 3 Min. Lesezeit
Im Coaching Glaubensmuster lösen und endlich frei werden.
Außenwirkung entsteht durch innere Haltung. Echt und authentisch.

Es gibt diesen einen Moment vor einem wichtigen Auftritt, den fast jede Führungskraft kennt. Die Präsentation vor dem Aufsichtsrat. Die Jahresversammlung. Der Raum, in dem die Konkurrenz sitzt und alle genau hinschauen.


Offiziell ist man vorbereitet. Die Zahlen stimmen. Die Folien sitzen.

Aber innerlich? Da läuft ein ganz anderes Programm.

  • Was passiert, wenn ich einen Fehler mache? 

  • Was, wenn man mich als schwach entlarvt? 

  • Was, wenn ich nicht gut genug bin?


Diese Fragen sagt man laut zu niemandem. Aber sie sind da. Und sie wirken.


Der Rosenthal-Effekt und was er wirklich bedeutet.

1968 führten Robert Rosenthal und Lenore Jacobson ein Experiment durch, das die

Bildungspsychologie veränderte. Lehrern wurde gesagt, bestimmte Schüler seien besonders begabt, obwohl das zufällig ausgewählt war. Das Ergebnis: Genau diese Schüler entwickelten sich überdurchschnittlich. Nicht wegen ihrer Fähigkeiten. Wegen der Erwartungen, die die Lehrer, unbewusst, auf sie übertrugen.


Was das mit Führungshaltung zu tun hat? Alles.

Denn was Sie innerlich über sich glauben, über Ihr Team, über eine Situation, das übertragen Sie. Nicht durch das, was Sie sagen. Sondern durch das, was Sie sind, wenn Sie es sagen. Ihre Körpersprache. Ihr Tonfall. Die Art, wie Sie einen Raum betreten. Der Moment, bevor Sie auch nur ein Wort gesagt haben.


Was unter der Oberfläche wirklich passiert?

Ich hatte einen Klienten, Führungskraft in einem Technologieunternehmen. Gut ausgebildet, erfahren, respektiert. Und trotzdem: Jeder Auftritt war für ihn ein innerer

Ausnahmezustand.

Nicht, weil er schlecht vorbereitet war. Sondern weil in ihm ein viel älteres Programm lief.

Die Angst, bewertet zu werden. Als nicht gut genug zu gelten. Sich zu blamieren. Vor anderen als schwach dazustehen, besonders vor denen, die er als Konkurrenz wahrnahm oder von denen er dachte, sie könnten mehr wissen, als er und ihn dann bewerten.


Diese Muster stammten aus einer Zeit, in der solche Momente tatsächlich existenziell waren, als Kind, in der Schule, im Elternhaus. Irgendwann wurden sie konditioniert. Und seitdem liefen sie immer bei ihm mit.

Im Coaching haben wir nicht an seiner Präsentationstechnik oder Speakerqualität gearbeitet. Wir haben an dem gearbeitet, was sich darunter verbarg.


Die Veränderung, die niemand erwartet hatte.

Nach unserem Coaching hat er mir erzählt: Er genießt seine Auftritte heute sogar. Nicht weil er keine Fehler mehr macht, sondern weil es ihm schlicht egal geworden ist, was andere denken. Nicht gleichgültig im Sinne von Arroganz, sondern frei im Sinne von: Ich stehe zu dem, was ich leiste. Ich brauche die Bestätigung von außen nicht mehr, um mich sicher zu fühlen.


Und was hat das Umfeld gespürt?

Einen anderen Menschen. Einen, der mit einer anderen Energie in den Raum kam. Ruhiger. Klarer. Präsenter. Authentischer und echter.

Das Team reagierte anders. Der Aufsichtsrat reagierte anders. Nicht, weil er seine Kommunikations-Methoden geändert hatte. Sondern weil er sich selbst verändert hatte.


Was das für Sie bedeutet.

Wenn Ihr Team nicht so mitzieht, wie Sie es sich vorstellen, fragen Sie sich, was Sie aussenden. Wenn Kunden oder Geschäftspartner zögerlich reagieren, fragen Sie sich, was Sie senden. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie müssen sich anstrengen, um Wirkung zu erzeugen, fragen Sie sich, was Sie senden.

Führungswirkung entsteht nicht durch bessere Methoden. Sie entsteht durch innere Klarheit und Wirkung. Durch das Auflösen von Mustern, die Sie schon lange begleiten und die Sie längst nicht mehr brauchen. Das ist keine Frage des Willens. Es ist eine Frage der Tiefe, auf der Sie bereit sind zu arbeiten. Und meistens ist es so, dass wir selbst diese Muster nicht erkennen können. Frei nach dem Motto: Wer selbst in der Flasche sitzt, kann das Etikett nicht lesen.


Der nächste Schritt.

Wenn Sie das Gefühl kennen, das dieser Artikel beschreibt, und bereit sind, hinzuschauen, dann lade ich Sie ein zu einem vertraulichen Strategiegespräch. 30 Minuten. Kostenlos. Kein Verkaufsgespräch.

Nur ein ehrliches Gespräch darüber, wo Sie gerade stehen. Und was möglich wäre.


Rosenthal-Effekt · Führungskräfte Coaching · Executive Coaching · Selbstführung · innere Stärke


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